Projekte

Technik

Angesichts der Endlichkeit fossiler Ressourcen möchte die Karl Schlecht Stiftung eine Forschung und Lehre fördern, die Maßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz in Wirtschaft und Gesellschaft erörtert und so zur Nutzung alternativer (erneuerbarer) Energien beiträgt. Zukunftsweisende Technologien und Forschungsvorhaben sind der Karl Schlecht Stiftung ein besonderes Anliegen. Darüber hinaus fördert sie werteorientiertes Denken und Handeln in Bezug auf die individuelle Übernahme von Umweltverantwortung.

Innerhalb ihres Förderbereiches "Technik" fördert die Karl Schlecht Stiftung derzeit folgende Projekte und Institutionen:

 

Institut für Energieeffizienz
in der Produktion (EEP)
www.eep.uni-stuttgart.de

Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) – Energiewende gestalten

Auf Initiative der Heinz und Heide Dürr Stiftung und der Karl Schlecht Stiftung wurde im Jahr 2012, in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), das Institut für Energieeffizienz in der Produktion (EEP) an der Universität Stuttgart gegründet.

Eine nachhaltige Energiewende in Deutschland wird bis 2050 nur dann erfolgreich umsetzbar sein, wenn es gelingt, Wohlstand und ökonomisches Wachstum vom Primärenergieverbrauch und von fossilen Brennstoffen zu entkoppeln. Hierzu müssen im Kern der Ausbau der Nutzung von regenerativen Energiequellen, die Dezentralisierung der Energieerzeugung in Verbindung mit dem Ausbau der Netze zu Smart Grids und die massive Verbesserung der Energieeffizienz verfolgt werden. Gemäß diesen Leitlinien verfolgt das Institut folgende Ziele:

  • Aufklärung der Gesellschaft und der Politik auf Basis von Zahlen, Daten und Fakten,
  • Entwicklung und Förderung effektiver Technologien zur Umsetzung von Energieeffizienz-maßnahmen in der Industrie,
  • Integration des Themas Energieeffizienz in die universitäre Lehre,
  • Implementierung von Preisen.

Reutlinger Energiezentrum (REZ)
www.tec.reutlingen-university.de

Reutlinger Energiezentrum

Das Reutlinger Energiezentrum (REZ) der Hochschule Reutlingen greift gemeinsam mit der Karl Schlecht Stiftung und der Bruno Kümmerle Stiftung eines der wichtigsten Innovationsthemen unserer Zeit auf: die Energiewende. Da sich der Energiesektor von Grund auf verändert, sind kluge Köpfe gefragt, die die Energiewende umsetzen. Mit dem Masterstudiengang "Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz" bildet die Hochschule Reutlingen Fachleute hierfür aus und betreibt angewandte Forschung auf dem Gebiet der Energiefragen.

Die Stiftung unterstützt den neuen Forschungs- und Lehrverbund rund um „Dezentrale Energiesysteme und Energieeffizienz“, der unter dem Dach der Hochschule Reutlingen angesiedelt ist, über fünf Jahre mit einer Million Euro.

Juniorprofessur Governance of Digitalisation and Energy Policy
www.hertie-school.org

Juniorprofessur Governance of Digitalisation and Energy Policy

Die globale Energiewende – die klimafreundliche und nachhaltige Transformation von Energiesystemen – ist eine der großen globalen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte. Die Digitalisierung der Energiewelt, von Smart Grids bis Big Data, bietet die Chance, diesen Wandel zu befördern.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt daher die Juniorprofessur "Governance of Digitalisation and Energy Policy" an der Hertie School of Governance in Berlin, die das Ziel hat, diese Transformationen durch herausragende Forschung und politikrelevante Lehre zu begleiten und mitzugestalten.

Die Professur ist seit Anfang 2017 besetzt mit Prof. Dr. Lion Hirth. Hirth ist Energieökonom und Experte für Wind- und Solarenergie sowie für Strommärkte und deren Modellierung. Er hat langjährige praktische Erfahrung in der Energiewirtschaft der Energiepolitik und in der Beratung von Energieunternehmen.

Im Rahmen der Juniorprofessur forscht und lehrt Hirth zu der Wirtschaftlichkeit von Wind- und Solarenergie, zu energiepolitischen Instrumenten wie dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz, zum zukünftigen Strommarktdesign sowie zu Open Data und Open-Source-Computermodellierung in der Energiewirtschaft und Politikberatung.

Stiftungsprofessur Schienenfahrzeugtechnik
www.f07.uni-stuttgart.de

Stiftungsprofessur Schienenfahrzeugtechnik – Energieeffiziente Mobilität

Baden-Württemberg ist ein wichtiger Standort für viele Bereiche der Mobilitätssicherung. Dies spiegelt sich im Forschungsbereich "Automobil- und Verkehrstechnik" der Universität Stuttgart wider. Hierzu gehört auch die Schienenfahrzeugtechnik, die insbesondere für die energieeffiziente und umweltverträgliche Mobilitätssicherung ein hohen Stellenwert hat.

Die Karl Schlecht Stiftung unterstützt deshalb den Aufbau eines Lehrstuhls "Schienenfahrzeugtechnik" an der Universität Stuttgart in Form von zwei wissenschaftlichen Mitarbeiterstellen seit 2015 für zunächst drei Jahre.

Die Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr.-Ing. Corinna Salander befasst sich mit den Aufgaben der Schienenfahrzeugtechnik und -komponenten sowie mit deren Einsatz und Instandhaltung. Zusammen mit Partnern aus Industrie und Verkehrsunternehmen baut sie derzeit eine Kooperationsplattform für Lehre, Weiterbildung, Wissenstransfer und Forschung auf.